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Wissen vermitteln - Erfahrungen austauschen - Vom Nachbarn lernen

Im Bereich der Siedlungswasserwirtschaft leisten Abwasseranlagen einen wesentlichen Beitrag zum Gewässerschutz. Milliardenbeträge werden daher jährlich von Gemeinden, Städten, Verbänden und Betrieben für den Bau von Kanalisations- und Abwasserreinigungsanlagen aufgebracht.

Der Erfolg dieser Anlagen hängt nicht nur vom Bau, sondern auch wesentlich vom fachkundigen Betrieb der Anlagen ab. Es ist die verantwortungsvolle Aufgabe des Betriebspersonals die Anlagen so zu betreiben, dass

o die Abwässer jederzeit ordnungsgemäß abgeleitet werden, 
o
die erforderliche Reinigungsleistung erbracht wird, 
o
diese Leistungen durch eine möglichst kostengünstige 
   Betriebsweise erzielt werden, 
o
alle Anlagen regelmäßig kontrolliert, überwacht, instandgehalten 
   und erforderlichenfalls saniert werden, 
o
insgesamt dadurch aus den getätigten Investitionen 
   volkswirtschaftlich der größtmögliche Nutzen für die Gesellschaft 
   und
den Gewässerschutz gezogen wird.

Die Technik der Abwasserreinigung ist ein dynamisches Aufgabengebiet und entwickelt sich ständig weiter. Das gilt nicht nur für die gesetzlichen Anforderungen, sondern auch für die Kläranlagen und neue Erkenntnisse über die komplexen biologischen, chemischen und physikalischen Zusammenhänge.

Aber gerade dies erfordert eine ständige Fortbildung des Personals, welches die Anlagen zur Abwasserreinigung betreibt. Die fortschrittlichste Technik wird uns nicht weiterbringen, wenn nicht verantwortungsbewußtes und fachlich kompetentes Personal jederzeit für einen leistungsorientierten und wirtschaftlichen Betrieb der Anlage sorgt.
 

 

 

Unsere Leistungen

Gut ausgebildetes Betriebspersonal ist die Basis für einen effizienten und wirtschaftlichen Betrieb von Kanal- und Kläranlagen und kann daher den Betreibern erhebliche Kosten sparen.

Neben der praxisorientierten Fortbildung des Personals erhalten die Teilnehmer der Nachbarschaften regelmäßig Informationen, Arbeitsunterlagen und Fachbücher vom ÖWAV.

Die Kanal- und Kläranlagennachbarschaften stellen somit für Gemeinden, Verbände und Betriebe eine wertvolle und mehr als kostendeckende Einrichtung dar.

Die Nachbarschaften werden als zusätzliche Serviceeinrichtung für Mitglieder des ÖWAV organisiert. 

 
 

Wieviele Anlagen nehmen bereits teil?

Die ersten Kläranlagennachbarschaften wurden in Österreich 1991 gegründet. Seit 1997 nehmen neben Kläranlagen aus allen Bundesländern Österreichs auch Anlagen aus Südtirol teil. Gegenwärtig arbeiten über 900 Kläranlagen in 57 Nachbarschaften mit, die von rund 70 Sprechern und Betreuern geleitet werden. Damit werden etwa 90% aller Kläranlagen Österreichs erfaßt.

Die Kanalnachbarschaften werden derzeit mit ähnlicher Zielsetzung aufgebaut. Die ersten Nachbarschaften haben 2001 mit ihrer Arbeit begonnen.

Wer kann mitarbeiten?

Die Mitarbeit ist freiwillig und steht allen Betreibern von kommunalen und betrieblichen Kanalanlagen und biologischen Kläranlagen offen.

Die Anmeldung erfolgt beim ÖWAV, der auch die Ansprechpartner in den einzelnen Bundesländern bekanntgibt. Die Kosten für die Organisation der Kläranlagennachbarschaften und für die beigestellten Lehrmittel werden durch je nach Größe der Kläranlage bzw. der Zahl der angeschlossenen Einwohner abgestufte jährliche Umlage von 72,- bis 290,- Euro abgedeckt.

 
 

Was sind Nachbarschaften?

Kanal- und Kläranlagennachbarschaften sind Selbsthilfeeinrichtungen von Betreibern von Abwasseranlagen ohne besondere Rechtsform, die vom Österreichischen Wasser- und Abfallwirtschaftsverband (ÖWAV) in Zusammenarbeit mit den Bundesländern getragen und organisiert werden. Die Teilnahme an den Nachbarschaften ist freiwillig und steht allen Betreibern von Abwasseranlagen (kommunale, industrielle und sonstige private Kanalisations- und Kläranlagen) offen.

 

Unser Ziel: Hilfe zur Selbsthilfe

Ziel der Nachbarschaften ist, das Wissen und die Fertigkeiten des Betriebspersonals laufend dem technischen Fortschritt und der gesetzlichen Entwicklung anzupassen. Damit soll ein fachgerechter und wirtschaftlicher Betrieb der Anlagen sichergestellt und durch nachbarschaftliche Beratung und Hilfe die bestmögliche Wirkung zur Reinhaltung unserer Gewässer erzielt werden.
 
 

So arbeiten wir

In einer Nachbarschaft sind 10 bis 20 Anlagen unterschiedlicher Größe und Bauart zusammengefaßt. Jede Nachbarschaft wird von einem Sprecher gemeinsam mit einem erfahrenen Abwasserexperten betreut. Das Betriebspersonal von Kanalanlagen trifft sich einmal, jenes von Kläranlagen zweimal jährlich trifft sich das Betriebspersonal auf einer Kanal- bzw. Kläranlage zur Fortbildung und zum Erfahrungsaustausch. Die Organisation der Kanal- und Kläranlagennachbarschaften sichert eine kontinuierliche Fortbildung des Betriebspersonals bei gleichzeitiger Minimierung der Kosten und des Zeitaufwandes.

Schwerpunktthemen

Kläranlagennachbarschaften

o Optimierung des Anlagenbetriebes
o Senkung der Betriebskosten
o Schlammbehandlung und -verwertung
o Wartungs- und Reparaturarbeiten
o Besichtigung von Anlagen
o Eigen- und Betriebsüberwachung
o Gesetzliche Bestimmungen
o Sicherheit und Gesundheitsschutz

Kanalnachbarschaften

o
Optimierung des Anlagenbetriebes
o Senkung der Betriebskosten
o Besichtigung von Kanalanlagen, Sonderbauwerken und
   Sanierungsarbeiten
o Schlammbehandlung und -verwertung
o Dokumentation von Kontrolle, Wartung und Betrieb
o Eigen- und Betriebsüberwachung
o Gesetzliche Bestimmungen
o Sicherheit und Gesundheitsschutz

Das Arbeitsprogramm wird anlässlich einer jährlich stattfindenden österreichweiten Sprechertagung erarbeitet.
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